Staatsanwaltschaft verkauft 1.000 Bitcoin in Deutschlands größtem Cybercrime Sale

Die Bamberger Cyberkriminalität-Spezialisten haben seit Februar 2018 über 1.000 Bitcoin und andere Münzen für mehr als 12 Millionen Euro (13,9 Millionen Dollar) verkauft. Die Kryptowährungen wurden von einer Plattform mit 30.000 Benutzern beschlagnahmt und sind der höchste Umsatz von beschlagnahmten Bitcoin in Deutschland.

Notverkauf aufgrund von Volatilität von Bitcoin Profit

Der Bitcoin Profit wurden ab dem 20. Februar in einem Notverkauf über zwei Monate verkauft, wie hier zu lesen: https://www.betrugscheck.net/bitcoin-profit-erfahrung/, da die Kryptowährungsmärkte von hoher Volatilität betroffen sind. Insgesamt wurden 1.312 Bitcoins (BTC) neben 1.399 Bitcoin Cash (BCH), 1.312 Bitcoin Gold (BTG) und 220 Ether (ETH) verkauft. Die Münzen wurden auf einer deutschen Handelsplattform verkauft und umfassten mehr als 1.600 Transaktionen.

Staatsanwälte sagten: „Da alle Kryptowährungen dem Risiko hoher Preisschwankungen oder gar Totalverluste ausgesetzt sind, wurde von der Zentralstelle für Cyberkriminalität Bayern ein Notverkauf angeordnet.“

Der Preis von Bitcoin schwankte in den letzten sechs Monaten von fast 20.000 bis 6.500 Dollar. Am 20. Februar war Bitcoin etwa 11.500 Dollar wert und lag bis zum 20. April auf 8.400 Dollar, etwa zum Zeitpunkt des Verkaufs der letzten Münzen. NewsBTC berichtet, dass sich Bitcoin in einem rückläufigen Trend befindet und einen entscheidenden Unterstützungspunkt erreicht, den es beibehalten muss, um weitere Tiefststände zur Jahresmitte zu verhindern. Dies ist das dritte Mal in diesem Jahr, dass Bitcoin diese Unterstützung getestet hat.

Die Kryptowährung wurde vom Portal LuL.to beschlagnahmt, das illegal mehr als 200.000 E-Books und Hörbücher zum Verkauf anbot. Diese Plattform wurde von mehr als 30.000 Menschen genutzt. Im Juni verhafteten Ermittler des Cyber Crime Competence Center der LKA Sachsen und der Zentralstelle für Cyberkriminalität Bayern (ZCB) die mutmaßlichen Betreiber und stellten den Betrieb der Anlage ein.

Die Ermittler konnten auf die Kryptowährungen zugreifen, nachdem die Beamten beschlossen hatten, zusammenzuarbeiten

Im Gegensatz zu Geldern auf Bankkonten, auf die die Polizei in solchen Fällen zugreifen kann, ist der Zugriff auf Kryptowährungen nur möglich, wenn der Ermittler den privaten Schlüssel hat. Eine Studie von Chainalysis hat gezeigt, dass fast ein Viertel der Bitcoins, die sich derzeit im Umlauf befinden, für immer verloren gehen kann, da unter anderem Benutzer ihre privaten Schlüssel verlieren.

Der nächstgrößere Verkauf in Deutschland erfolgte durch hessische Internetfahnder in Zusammenarbeit mit dem FBI und Europol. Diese Einnahmen stammten von beliebten Dark Net Standorten wie Silk Road 2.0 und Hydra. Zum Zeitpunkt des Verkaufs waren die Bitcoins 1,9 Millionen Euro (2,2 Millionen Dollar) wert, gegenüber 50.000 Euro (58.000 Dollar) zum Zeitpunkt ihrer Übernahme. Diese wurden auch als Notverkauf verkauft, da Bitcoin von den deutschen Behörden als verderbliche Ware mit einem Wert angesehen wird, der theoretisch auf Null sinken könnte. Diese Art des Verkaufs wird ansonsten für beschlagnahmte Lebensmittel oder Autos verwendet, die mit der Zeit an Wert verlieren könnten.

Zuvor verkauften die deutschen Behörden in Leipzig 1.197 Bitcoins und verrechneten 432.000 Euro (500.000 Dollar). Diese wurden von der Shiny Flakes-Plattform genommen und würden zu den heutigen Preisen 7,6 Millionen Euro (8,8 Millionen Dollar) wert sein.

In Bulgarien sitzen die Behörden auf 213.519 Bitcoins im Wert von 1,5 Milliarden Dollar. Im November berichtete NewsBTC, dass dies in der Lage gewesen wäre, ein Fünftel der Staatsschulden zu tilgen. Das Geld wurde im Mai 2017 als Reaktion auf eine große Zahl von Fällen von Zollbetrug beschlagnahmt, bei denen 23 Verhaftungen vorgenommen wurden, nachdem die Polizei mehr als 100 Immobilien durchsucht hatte. Dazu gehörten fünf bulgarische Zollbeamte.